Schwangere Professorin

Da fragt hier bei der ZEIT-Karriereberatung eine Dame nach, ob sie beim baldigen Gesundheitstest, der ihrer Anstellung als Beamte im Hochschuldienst (als Professorin) vorausgeht, bezüglich ihrer seit 2 Monaten bekannten Schwangerschaft lügen darf.

Mal abgesehen davon, dass die ZEIT-Karriereberatung eine ziemlich dämliche Stelle ist, diese Frage zu stellen – sie hat noch niemandem von der Schwangerschaft erzählt, riskiert so aber evtl. damit im Internet zu landen, wo möglicherweise genau diejenigen, vor denen sie diese verheimlichen will, doch davon erfahren –

ist es nicht eine Sauerei, dass sich jemand auf dieser Ebene der Hierarchie Sorgen darum machen muss, aufgrund einer Schwangerschaft „abgesägt“ zu werden? Dass so etwas eine Frage für die Rechtsberatung ist und nicht einfach mit „Machen Sie sich keine Sorgen“ beantwortet werden kann? Ich würde jetzt gerne „In was für einem Land leben wir denn?“ schreiben – aber ich lebe ja nicht in Deutschland. Und wenn die Politik so weitergeht wie bisher, beantrage ich bald Asyl auf dem Mond.

Jedes Mal, wenn ich denke, es wäre für mich vielleicht doch eine denkbare Option, irgendwann in ferner Zukunft einmal eine Familie zu haben, kommt so eine Nachricht daher. Ich fürchte also, aus den kleinen Kätzchen oder gar Klabautermännchen wird nichts… und wahrscheinlich werde ich dann als alte Katze allein auf dem Kamin einschlafen, wenn die Zeit denn dann mal gekommen ist… traurig, aber wahr.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: